28. Jänner 2015 –  LESUNG

    28. Jänner 2015 – LESUNG

     

     

    Marilena Preda Sânc arbeitet interdisziplinär und verwendet unterschiedlichste Medien: Zeichnungen, Gemälde, Objekte, Fotografien, Kunstbücher, Medieninstallationen und Performances.

    Aktuelle Ausstellung: „Crossing Worlds“ von Marilena Preda Sanc

    Ausstellungsdauer: 21. November 2014 bis 10. Jänner 2015
    Die Ausstellung wurde bis zum 28. Jänner 2015 verlängert

    Marilena Preda Sânc Wondering through the sky 2013 Öl auf Leinwand 146cm x 114cm

    Marilena Preda Sânc
    Wondering through the sky
    2013
    Öl auf Leinwand
    146cm x 114cm

    Marilena Preda Sânc Local Policy Patriarchy 2014 Ultrachrom Glicee Print 40cm x 70cm

    Marilena Preda Sânc
    Local Policy Patriarchy
    2014
    Ultrachrom Glicee Print
    40cm x 70cm

    Marilena Preda Sânc Inside 1993-2000 Standbild aus Video

    Marilena Preda Sânc
    Inside
    1993-2000
    Standbild aus Video

     

     

    Marilena Preda Sânc Inside 2014 Öl auf Leinwand 70cm x 70cm

    Marilena Preda Sânc
    Inside
    2014
    Öl auf Leinwand
    70cm x 70cm

    Marilena Preda Sânc BodyUrbanscape 2011 Öl auf Leinwand 120cm x 140cm

    Marilena Preda Sânc
    BodyUrbanscape
    2011
    Öl auf Leinwand
    120cm x 140cm

    Marilena Preda Sânc BodyUrbanscape 2008 Acryl auf Leinwand 100cm x 120cm

    Marilena Preda Sânc
    BodyUrbanscape
    2008
    Acryl auf Leinwand
    100cm x 120cm

     

    Statement der Künstlerin:

    Die Welt, in der man lebt und die Welten, die in einem leben, zu durchwandern, zu betrachten, zu durchstreifen und aktiv in sie einzutauchen, bedeutet für den Künstler, ein Archiv von Bildern/Darstellungen der eigenen Existenz aufzubauen. Gedächtnis und Gefühle, die Mechanismen der Wirklichkeit und die Utopie eines perfekten Raumes bestehen in meinen Bildern nebeneinander.
    Die Malereien und die Interventionen auf Fotografien im Rahmen der Ausstellung Crossing Worlds sind zwischen 1984-2014 entstanden.
    Die Anwesenheit des weiblichen Körpers als Objekt und Subjekt suggeriert eine komplexe intertextuelle Beziehung – Natur/Stadt, innere Landschaft/äußere Landschaft, Introspektion/Protest.
    Die Arbeiten zu feministischen Themen sind spontane, manchmal poetische, zuweilen frustgeladene Kommentare in ironischen Tönen, die einen Status offenbaren, der einem über Jahrhunderte als Normalität eingeprägt worden ist und eine soziale, politisch-existentielle Unausgeglichenheit auf lokaler und globaler Ebene verursacht.
    Die Serien Die Erdkugel, Globalisierung und Stop Fracking reflektieren kritisch, was ich über die Zerstörung der Umwelt in meinem Land und überall fühle und denke.
    Die Beziehung zur Natur, zur Erde, zum Planeten und zu allem, was existiert und uns die Chance gibt, zu existieren, muss für jedes menschliche Wesen ein öko-humanistischer Glauben werden, für den es sich zu kämpfen lohnt.
    Marilena Preda SâncDie Kuratorin:
    Die Kuratorin der Ausstellung, Olivia Niţiş, ist Kuratorin und Kunsthistorikerin.
    Sie forscht am Institut für Kunstgeschichte an der rumänischen Akademie und ist Vize-Präsidentin der Experimental Project Association. Seit 2009 ist sie Mitglied der International Art Critics Association und ist seit 2008 regionale Coordinatorin des Feminist Art Project (Rutgers University, New Jersey).Statement der Kuratorin:
    Die Untersuchungen des Öffentlichen und des Privaten offenbaren durch die Linse einer Künstlerin wie Marilena Preda Sânc Aspekte, die sich mit dem emotionalen Gedächtnis, rationaler Analyse, lokalen Bildsprachen, Identität und auch mit der erweiterten Perspektive einer größeren Stadtlandschaft befassen.
    In anderen Worten: Die privateste Landschaft wird immer begleitet von der Problematik des öffentlichen Raums und des Engagements mit der Kritik von Public Policies und der politischen Szene.
    Marilena Preda Sânc überquert seit den 80er Jahren Welten, wobei sie die Befindlichkeiten der inneren Welt mit den Aggressionen der äußeren Welt ausbalanciert, wodurch sie ein Oeuvre geschaffen hat, dessen Ästhetik im Kontext des früheren Ost-Europäischen Blocks und der spezifischen Orientierungen der 90er Jahre formiert wurde.
    Der politische und künstlerische Sprung der 80er und 90er Jahre ermöglichte das Entstehen einer konzeptuellen und visuellen Brücke. Diese Brücke verbindet das Interesse für geologische Konstruktionen und den persönlichen Körper als eine Methode der Selbstreferenzialität um Bewegung und Raum mit den Impulsen des Konfrontierens der sozialen Machtverhältnisse und deren Mechanismen. Dabei lässt sie sich auf diese Machtverhältnisse ein und bricht diese gleichzeitig auf.
    Die Künstlerin hat sich selbst als das Maß der Dinge nicht aufgegeben und selbst wenn sie sich an feministischer Ironie und politischen/urbanen/ökologischen Debatten beteiligt, bleibt sie in den Schichten der poetischen Vorstellungskraft und der privaten Kommentare.
    Ihre Praxis, die jenseits der persönlichen Narrationen angesiedelt ist, demonstriert einen „ethical drive“ wobei soziale Themen und sogar die Werkzeuge der Institutionskritik und die Dekonstruktion der patriarchalen Ideologien gemeinschaftsbasiert sind. All diese künstlerischen Interessen sind durch mehrere Medien wie Malerei, Fotografie und Video durch eine einzigartige visuelle Signatur miteinander verbunden.
    Sie ist nicht nur im Kontext der künstlerischen und politischen Überschneidungen ihrer eigenen Generation eine einzigartige kraftvolle Präsenz, denn sie ist auch eine Zeugin von persönlichen, sozialen und politischen Veränderungen und stellt Zusammenhänge zwischen persönlicher Geschichte und der Geschichte des Staatsbürgertums zwischen symptomatischer Marginalität und Globalismus her.
    Olivia Niţiş
    Visit Us On FacebookVisit Us On YoutubeVisit Us On Google Plus