22.10. – 24.11.2015 | AT ONE POINT WE ALL FALL DOWN

    22.10. – 24.11.2015 | AT ONE POINT WE ALL FALL DOWN


    VERNISSAGE: 
    Mittwoch 21. Oktober 2015, 19:00
    Suzana Dan ist anwesend.
    FINISSAGE: Dienstag 24. November 2015, 19:00

     

    1. Inner Me, 2014|Acryl auf Leinwand|50 x 40 cm
    2. The end of the world like I’ve dreamed it, 2014|Acryl auf Leinwand|13 x 19 cm

    Suzana Dan (geb. 1976) ist eine rumänische Künstlerin, die sich in den letzten Jahren der Förderung junger rumänischer Künstler gewidmet hat, indem sie u.a. Projekte über die von ihr gegründete NGO Ephemair (www.ephemair.ro) produziert hat und auch auf eine zehnjährige Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Nationalmuseum für Kunst der Gegenwart in Bukarest zurückblicken kann.

    Wie Erwin Kessler in Zusammenhang mit ihrer letzten Ausstellung in Bukarest betont hat, ist Suzana Dan „eine der wenigen Künstlerinnen, die die rumänische Kunst am Beginn des neuen Jahrtausends de- bzw. reformiert hat, indem sie eine erklärtermaßen leichtfertige Kunst geschaffen hat. Eine Art von Kunst, die Gewohnheiten und Erwartungen der rumänischen Öffentlichkeit zersprengte, eine Öffentlichkeit, die tief in eher orthodoxe kulturelle, ästhetische und spirituelle Bestrebungen verfangen war. Suzana Dan bestürmt mit ihrer Malerei die Wand und lässt daraus allerlei Flüssigkeiten herabrinnen, die ins Freie entlassen werden, wie um den Betrachter zu verstören und ihn gleichzeitig anzuleiten. Mit der Zeit hat diese Suchanleitung, die nie endet und ständig neu überdacht wird, ein Gebäude errichtet, das exzentrisch und doch zerbrechlich erscheint, so wie lebendige Kunst nun mal ist.“

    “Irgendwann fallen wir alle”
    „In den letzten zwanzig Jahren meines Lebens habe ich stur darauf bestanden, die Dinge in einer gewissen Weise zu sehen, fest überzeugt, dass das, was ich sehe und tue, gut ist. Ich erreiche bald ein Alter, wo ich gezwungen sein werde, wie alle anderen, die bereits den halben Weg durch ihr Leben gegangen sind, meine Schlüsse zu ziehen. War es gut ? Oder war es schlecht ? Wie schlimm ist es, auf halbem Wege zu entdecken, das dein Leben in einem stetigen Irrtum stattgefunden hat ? Kannst du dich wieder aufrichten und deinen Weg weitergehen ? Wenn ja, welchen Weg gehst du ? In der letzten fünfzehn Jahren habe ich gemalt und dabei die Ängste in meinem Herzen gezähmt, ich habe gelacht und gleichzeitige geweint. Ich habe keine Angst davor, über mich selber zu lachen, genauso wie damals, in meiner Jugend, als Menschen sich über mich lustig gemacht hatten und sagten, ich sei hässlich. Ich habe gelernt , mit den Gedanken zu leben, dass nur die innere Schönheit im Leben zählt, und ich werde versuchen, meinem Kind die selbe nette Lüge beizubringen. Und mehrmals habe ich es fast geschafft zu erkennen, wie sehr wir Menschen auf dieser Welt zählen und wie wichtig unsere Anwesenheit hier ist. Ich habe geliebt und es hat mich zum Fallen gebracht, und ich habe mir dabei gesagt, dass ich noch einigen solche Stürze erleben werde, die genauso überraschend sein werden wie der erste. Und jedes Mal habe ich gesagt, dass es für jeden von uns ganz normal ist, dann und wann einmal hinzufallen. Ist das wirklich so ?” Suzana Dan

    Die Ausstellung  “Irgendwann fallen wir alle” zeigt zwei Serien von Arbeiten, die in den letzten zehn Jahren fertiggestellt wurden. “Auf aufgeschürften Knien sitzend, mit einem Grinsen in ihrem Gesicht” beinhaltet Tagebucheintragungen, die alltägliche Vorfälle mit phantastischen Geschichten, Aberglauben und der ikonischen Phantasie und der heutigen Gesellschaft vermische.  Ein anderer Zugang zum Hauptthema dieser Ausstellung wird in “Hinfallen , während man einen fixen Punkt anstarrt”, einem Ensemble von Arbeiten, in dem die Bilder die Leere der Zeit (obsessiv wie in der Serie “Warten auf den perfekten Zeitpunkt”) einfangen. Bildfragmente – Erinnerungsblitze oder Traumfragmente ohne besondere Bedeutung, feste Überzeugungen, an die wir uns unendlich lang klammern, während wir “fallen”. Diese Bilder kommen aus dem Nichts zurück, ohne irgendeine ästhetische Bedeutung, sie sind lediglich Erinnerungen des Hinfallens im Inneren des eigene Selbst.

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